Agenda 2010 – Folgenschwere sozialstaatliche Verirrung

Der Paritätische Wohlfahrtsverband zieht in einer Pressemitteilung vom 13.03.13 Bilanz zu 10 Jahren Agenda 2010

Als folgenschwere sozialstaatliche Verirrung, die Millionen von Menschen in die Einkommensarmut stürzte,  bewertet  der Paritätische Wohlfahrtsverband die Agenda 2010 und die Hartz IV-Gesetze.  Als Sofortmaßnahmen fordert der Verband anlässlich des 10. Jahrestages ihrer Verkündigung die bedarfsgerechte Erhöhung der Regelsätze, eine umfassende Reform des Bildungs- und Teilhabepaketes für Kinder in Hartz IV sowie  den Ausbau eines sozialen Arbeitsmarktes für  schwerstvermittelbare Langzeitarbeitslose. Weiterlesen

Zum Jubiläum der Agenda 2010

Rot/Grün kann voller Stolz zurückblicken auf erfolgreiche Jahre der Agenda 2010

Im Jahr 2003 verabschiedet, erblickte die Arbeitsmarktreform mit dem Sozialgesetzbuch II (Hartz4) am 1. Januar 2005 das Licht der Welt und stellte damit die Menschenwürde in den Schatten. Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar war endlich begriffen. Die Ziele sind erreicht, Hartz4 war ein voller Erfolg. Leiharbeit und  Niedriglohnsektor hatten endlich die Chance sich auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Es steht nirgendwo geschrieben, der Mensch müsse von seiner Arbeit auch leben können. Weiterlesen

Heute -Recklinghausen

Ein Artikel der WAZ, der uns aufhorchen ließ

Harsche Kritik am rüden Umgangston im Jobcenter in Recklinghausen

In diesem Artikel ist auch erwähnt das KRM. In allen Städten, ob ARGE oder Optionskommune, gibt es in der Verwaltung des JobCenters das Kundenreaktionsmanagement – Koordinierungsstelle für Rechtsfragen, kurz KRM. Kontaktdaten finden Sie auf der Seite vom JobCenter Essen über Kontakte & Service. Es gibt Sprechzeiten und das KRM kann zu allen Problemen angeschrieben werden. Dienstaufsichtsbeschwerden sollten z.B. in Kopie auch an Geschäftsführung und KRM gehen. Es wird zeitnah reagiert mit einem Schreiben, dass der Vorgang oder die Beschwerde eingegangen ist. Die Bearbeitung dauert dann üblicherweise ein halbes Jahr. Wir empfehlen, Rechtsberatung oder Sozialberatung aufsuchen, es ist nie zu früh.

Nur fünf Minuten

Was in Minuten geklärt werden könnte, bearbeiten die JobCenter erst nach dem Klageweg

Die Leistungsberechtigten, die Erwerbsloseninitiativen, die Rechtsanwälte, die politischen Vertreter, die Richter an den Sozialgerichten…alle Menschen, die mit Hartz4 (SGB II) in Berührung kommen oder diesem System ausgeliefert sind, wissen, Klagen im heutigen Umfang könnten vermieden werden. Weiterlesen

Ralph Boes – Ein Mensch setzt sich zur Wehr

Seit dem 4. Dezember 2012 dürfte der Name Ralph Boes bundesweit eine gewisse Bekanntheit erlangt haben

Zur vorgerückter Stunde war er, neben Frau Heidi Ralfs, Frau Gisela Muth, Frau Katja Kipping, Herrn Markus Söder und Herrn Heinrich Alt, Gast bei Menschen bei Maischberger. Der Auftritt von Herrn Boes dürfte die Meinungen derjenigen, die die Sendung verfolgt haben, spalten. Die einem sehen ihn ihm den Sozialschmarotzer schlechthin und damit das personifizierte Böse. Die anderen einen Menschen, der sich aktiv und öffentlich gegen Hartz IV einsetzt und für das bedingungslose Grundeinkommen. Wie kommt es zu der unterschiedlichen Wahrnehmung? Weiterlesen

Aktuelles zu Von-der-Leiden II – Zweiter Teil

Von-der-Leiden II liefert nun handfeste Zahlen zu der Sanktionspolitik

Nunmehr hat das Bremer Institutes für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) nachgelegt und die tatsächlichen, geldwerten Zahlen zu den verhängten Sanktionen veröffentlicht:

Sanktionsbeträge in 2009 und 2011 [verfasst von Paul M.Schröder].

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Hinschauen, Hinfühlen, Helfen

Hinschauen, Hinfühlen, Helfen – auch über den Tellerrand hinaus – ein Beitrag zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11.

Vor ein paar Tagen wurde die Frauenärztin Dr. Monika Hauser aus Köln  mit dem Staatspreis des Landes  Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Ganz und gar zu Recht, finde ich. Seit zwanzig Jahren unterstützt sie Frauen in Kriegs- und Krisengebieten, die Opfer von Vergewaltigung und anderen teils entsetzlichen Gräueltaten geworden sind. Ihr Engagement ist beispielhaft, mutig und es trägt Früchte, auch wenn noch immer viel durchzusetzen und zu verändern bleibt. Mit viel Empathie ein Beratungs- und Hilfsnetz für die Betroffenen aufzubauen, ihren Lebensmut wiederzuleben ist das eine, sich politisch gegen diese Gewalttaten auszusprechen, das andere. Weiterlesen