Attentat der WAZ auf Leistungsberechtigte – Teil II

AttentatAttentat der WAZ – Zweiter Teil

Das Attentat der WAZ geht in die zweite Runde. Wie wir schon in unserem vorherigen Artikel „Agonie“ berichtet haben, hat sich die WAZ mal wieder einen unterschwelligen Angriff auf die Solidargemeinschaft der SGB II-Leistungsberechtigten hier in Essen geleistet. In unserem Artikel werden wir die WAZ erneut ihres diskriminierenden Vorsatzes überführen. Wer noch mehr Hintergrundinformationen zu dem als Attentat zu bezeichnenden Artikel der WAZ erlangen möchte, sollte hier

Attentat der WAZ – Zur Erinnerung

Wie wir ja schon in unserem letzten Artikel „Agonie“ herausgearbeitet hatten, missbraucht die WAZ-Jounalistin Frau Lindgens ihre berufliche Macht, um ihren persönlichen Kampf gegen die SGB II-Leistungsberechtigten zu führen. Damit aufgezeigt wird, wie weit sie sich mittlerweile von einem seriösen Journalismus entfernt hat, wollen wir ihren von uns kritisierten Artikel weiter analysieren.

Attentat der WAZ – Die unterschwellige Diskriminierung setzt sich fort

Um die wahren Dimensionen des Attentats zu verdeutlichen, hier nun erst einmal eine weitere Passage des Artikels als erneutes Zitat:

Die wachsende Zahl der Bedarfsgemeinschaften hat nach Angaben des Jobcenters vor allem zwei Ursachen: Zum einen gibt es immer mehr so genannte Ergänzer – Menschen, die ihren kargen Lohn mit Hartz IV aufbessern müssen. In Essen betraf das im vergangenen Jahr 14.620 Personen. Damit ist deren Zahl in den vergangenen fünf Jahren um 2680 bzw. um 22,5 Prozent gestiegen.

Einfach herrlich amüsant, wie Frau Lindgens hier unterschwellige Stigmatisierung betreibt. Der moderne Lohnsklave lässt grüßen.

Nun aber mal den Humor beiseite und zu den Fakten des Attentats namens Artikel:

Nehmen wir das von Frau Lindgens gewählte Wort „karg“. Es ist durchaus stigmatisierend negativ behaftet. Wenn man sich die Definitionen des Dudens vor die Augen führt, wird das um so deutlicher.

Nimmt man nun die amtliche Definition des Wortes „aufbessern“ gem. Duden hinzu, nämlich „in der Qualität oder Quantität steigern“ wird einem die schuldzuweisende Intention dieses Satzes bewusst. Frei nach dem Motto: „Ihr habt es ja nicht anders verdient, als für so einen Verdienst zu arbeiten“. Oder auch: „Wir brauchen diese Lohnsklaven, damit die Wirtschaft unseres Vaterlandes funktioniert“.

Eine gute Journalistin hätte in so einem Artikel die Gelegenheit genutzt, mal Tacheles über die wahren Gründe der hohen Zahl der Aufstocker hier in Essen zu berichten. Dazu hätte der folgende Satz als wertneutrale Einleitung besser gepasst: „Es gibt in Essen leider immer mehr Arbeitnehmer in prekären Beschäftigungsverhältnissen, die ihren Verdienst durch weitere SGB II-Leistungen aufstocken müssen.“

Vorallendingen ist es unverständlich, warum Frau Lindgens in dem Artikel die Angaben des JobCenters Essen nicht wirklich hinterfragt. Dies alleine rechtfertigt schon den Begriff des Attentats auf Leistungsberechtigte.

Hierzu aber unsererseits mehr Erklärungen in einem weiteren Artikel.

Ein schlechter Journalist ist noch kein Philosoph.

Kurt Tucholsky

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