Bayern – Wie immer gehen die Uhren anders

BayernBayern – Die Uhren ticken hier anders

Die Bayrische Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat für Bayern einen Atlas der sozialen Ausgrenzung erstellt. Wie hier in NRW gibt es auch in einem der reichsten Bundesländer anscheinend reihenweise soziale Ausgrenzung und Armutsgefährdung. Und das, obwohl die SGB II-Leistungsquote in Bayern die Niedrigste überhaupt bundesweit ist. Hierüber berichtet BR-Online.

Laut AWO gelten selbst in Bayern 1,7 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Stimmt die Gesamteinwohnerzahl von 12,6 Millionen, die Wikipedia aktuell nennt, entspricht das eine Quote von 13,49%.

Besonders interessant ist aber die Stellungnahme des Bayrischen Sozialministeriums auf diesen Atlas der AWO.

Bayern und die soziale Ausgrenzung

Daher nun die Bericht von BR-Online:

Soziale Ausgrenzung in Bayern

Am Rand – Alleinerziehende und Asylsuchende

Zum Start ihrer Aktionswoche hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) einen Atlas zur Sozialen Ausgrenzung in Bayern vorgestellt. Demnach sind vor allem Alleinerziehende, Kinder von Hartz-IV-Eltern und Asylsuchende betroffen.

Von: Beate PoschStand: 15.06.2015

Bayern ist ein reiches Land. Das weiß auch Thomas Beyer, Chef der bayerischen AWO. Und trotzdem, oder genau deshalb, weist er darauf hin, dass mehr als 1,7 Millionen Menschen in Bayern als arm oder armutsgefährdet gelten. Bei den Älteren gilt das für jeden Fünften. Noch schlimmer ist es bei den Alleinerziehenden: Hier gelten laut AWO über 40 Prozent als armutsgefährdet. Das Sozialministerium spricht von knapp 34 Prozent. Und noch eine Zahl: In Bayern leben 120.000 Kinder von Hartz IV.

„Wer arm ist, für den gibt es kein Mittun. Wer psychisch krank ist, hat nicht nur Sorge um Genesung, sondern um Arbeitsplatz, Kind, weniger Chancen auf weiterführende Schule.“

Thomas Beyer, Chef der bayerischen AWO

AWO fordert zielgerichtete Sozialleistungen

Die AWO fordert deshalb unter anderem vom Freistaat eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Steuergerechtigkeit und zielgerichtete Sozialleistungen. Beispiel Kindergeld: Das würden reiche Familien bekommen, bei Hartz-IV-Empfängern sei es dagegen teilweise in die Leistung miteingerechnet. Soziale Ausgrenzung gibt es für die AWO aber auch noch an vielen anderen Stellen, zum Beispiel bei psychisch Kranken. Immerhin ist fast ein Drittel der Erwerbstätigen laut Barmer Gesundheitsreport davon betroffen. Soziale Ausgrenzung erfahren laut AWO auch viele der fast 2,5 Millionen Migranten in Bayern und natürlich auch Asylsuchende.

Ministerium wiegelt ab

Das Sozialministerium argumentiert, Bayern stehe im Bereich der Armutsbekämpfung sowohl im internationalen als auch im deutschlandweiten Vergleich sehr gut da. In Bayern herrsche mit der höchsten Erwerbstätigkeit und der aktuell niedrigsten Arbeitslosigkeit aller Bundesländer ideale Rahmenbedingungen. Das sei die beste Armutsbekämpfung.

Nichts, dem die Gerechtigkeit mangelt, kann moralisch richtig sein.

Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.), römischer Redner und Staatsmann

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9 Responses to Bayern – Wie immer gehen die Uhren anders

  1. Peter Beucher says:

    Hinter Hartz 4 steht
    Soziale Probleme Deutschlands.
    Ähnlichkeiten mit Parteien wegen den Anfangsbuchstaben sind rein zufällig.

  2. Peter Beucher says:

    Fünf Euro mehr da hat das Hartz Regime aber was uebrig für seine niedrigsten Untertanen.

  3. Peter Beucher says:

    Sie bezeichnen Ihre Bezahlung als Diaeten.
    Das könnte man eher als Bezeichnung für den Hartz 4 Regelsatz nehmen.

  4. Peter Beucher says:

    Im Regelsatz ist fuer Haustiere auch nichts enthalten. Wie wichtig sind doch Haustiere für Kinder oder ältere Menschen .
    Sollen sie etwa ihre Haustiere aussetzen.
    Die Tierheime sind schon überfüllt genug

  5. Peter Beucher says:

    Die beste Armutsbekaempfung ist denen oben den Geldhahn abzudrehen.
    Und statt Schampus sollen sie Wasser saufen.
    Und den Kaschmirmantel nehmen wir ihnen auch weg

  6. Peter Beucher says:

    Die beste Armutsbekaempfung ist denen oben den Geldhahn abzudrehen.
    Und statt Schampus sollen sie Wasser saufen.

  7. Peter Beucher says:

    Fünf Euro mehr im Monat sind gerade mal 16,6 Cent pro Tag .
    Das sind 1,25 % ,das deckt noch nicht mal die Teuerungsrate.

  8. Peter Beucher says:

    Das Gesetz soll auch Menschen die unter schlechten Bedingungen und Hungerlohn arbeiten davon abhalten zu kündigen.
    Unter dem Motto jede Arbeit und Bedingung ist besser als Alg. || oder Hartz |V

  9. Muetzlein says:

    Hier am nördlichen Wuermseeufer versuchte das Fallmanagement, mich gesetzlicher betreuen zu lassen. Zum Glück und mit sehr guten Anwälten misslang diese Untat. Hier wurde ich VOB dem richterlich bestellten Gutachter physisch verfolgt. Es ist komplizierter gewesen, aber ich habe nichts gemacht. Angezeigt hat sie mich auch noch.

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