Langzeitarbeitslose in Nordrhein-Westfalen

LangzeitarbeitsloseLangzeitarbeitslose in NRW – Ein neues Wunder?

Langzeitarbeitslose im Wunderland. So könnte man geneigt sein, zumindest versuchsweise humorvoll eine Initiative der NRW-Landesregierung zu umschreiben.

Denn voller Pathos und mit stolzgeschwellter Brust in einer Art Selbstbeweihräucherung legt die rot-grüne Landesregierung einen „Plan“ für die Förderung von Langzeitarbeitslosen in diesem, unseren Land vor. Welcher als Reaktion auf die Pläne von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zur „Mittelumschichtung“ zugunsten Langzeitarbeitsloser zu sehen ist.

Langzeitarbeitslose – Die vollmundige Ankündigung

Daher nun ein Bericht von polenum.de zu den „Plänen“:

Politik Inland

NRW will „sozialen Arbeitsmarkt“ für Hartz-IV-Bezieher im Bund

Veröffentlicht am 19. Mai 2015 von Andreas Heegt

Die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wird im Bund den Aufbau eines “sozialen Arbeitsmarkts” für Langzeitarbeitslose forcieren. Die Fraktionen von SPD und Grünen im Landtag NRW bringen am Mittwoch dazu einen entsprechenden Antrag ein, um den Druck des Landeskabinetts auf Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zu erhöhen – womöglich auch durch eine Initiative im Bundesrat. In dem Antragstext, welcher der “Welt” vorliegt, betont Rot-Grün, die von Nahles angekündigte zusätzliche Unterstützung Langzeitarbeitsloser reiche “bei Weitem nicht aus, um den wirklichen `harten Kern` der Langzeitarbeitslosen nachhaltig zu reduzieren”.

Die geplanten Mittel seien “nur ein Tropfen auf dem heißen Stein”. In NRW gibt es den Angaben de Koalition zufolge etwa 300.000 Langzeitarbeitslose, die einen Anteil von 49 Prozent an den Erwerbslosen ausmachen. Pessimistisch äußern sich die Koalitionäre in Düsseldorf in ihrem Antrag über die Erfolgsaussichten des Nahles-Pakets: “Sehr viele Langzeitarbeitslose werden auch weiterhin keine oder nur eine unzureichende Förderung erhalten.” Die SPD-Landtagsabgeordnete Daniela Jansen bereitete den Antrag zum sozialen Arbeitsmarkt für den Landtag NRW maßgeblich vor. Sie sagte der “Welt”: “Die Agenda 2010 und die Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe waren damals sinnvoll, als die Arbeitslosenzahl sehr hoch war. Nach mehr als zehn Jahren ist es an der Zeit, dass wir die Instrumente weiterentwickeln, denn wir sehen, dass auch in Zeiten niedriger Arbeitslosigkeit, viele Langzeitarbeitslose nicht die Rückkehr in den Arbeitsmarkt schaffen.” (dts Nachrichtenagentur)

Langzeitarbeitslose – Die große Selbstlüge

Als besonders dreist ist die Aussage der SPD-Landtagsabgeordneten in dem Beitrag zu bezeichnen, dass in Zeiten „niedriger Arbeitslosigkeit“ die Instrumente der Förderung weiterentwickelt werden müssen. Jedem klar und vernünftig denkenden Menschen ist bewußt, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland durch statistische Tricks künstlich niedrig gerechnet ist.

Wohin die geplanten Änderungen bei der Förderung von Langzeitarbeitslosen führen werden, ist absehbar. Zu noch mehr Druck durch noch sittenwidrigere Knebelverträge (= Eingliederungsvereinbarung) und noch mehr sinnfreie sog. Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Letztendlich wird daran wieder nur einmal die „Weiterbildungsindustrie“ verdienen und die so „weitergebildeten“ Langzeitarbeitslosen haben ein Dokument mehr, dass das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt ist.

Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.

Orson Welles

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