Sozialstatistik mal anders – Reale Zahlen

SozialstatistikSozialstatistik mal anders und real gerechnet

Die Sozialstatistik ist ein wichtiger Indikator über den Zustand einer Volkswirtschaft und Gesellschaft. Deshalb wird seitens des Staates, der politischen Klasse und der Behörden nur allzu gerne alles dafür getan um die breite Öffentlichkeit über die tatsächlichen Zahlen der Sozialstatistik im Unklaren zu lassen. Hierbei gibt es willige Helfer, die etablierten, staatstreuen Medien (der sog. Mainstream). Dort tauchen die Zahlen zur Sozialstatistik nur „geschönt“ auf. Daher haben wir uns entschlossen, auch einmal auf alternative Medien aus dem freien Internet zu verweisen.

Sozialstatistik – Die Zahlen mal anders verdeutlicht

Das freie Internetmagazin Randzone.de hat hierzu einen Artikel von Klaus Wallmann sen. veröffentlicht, der die tatsächlichen Zahlen aus der Sozialstatistik treffend kommentiert und zusammenfasst:

Februar 2015: 7.094.848 Leistungsbezieher

Arbeitslos – Die Zahl der registrierten Arbeitslosen verharrt mit 3.017.003 (Januar 2014: 3.031.604) über der psychologisch und propagandistisch wichtigen Drei-Millionen-Grenze, doch das ändert nichts an den Jubelmeldungen der sogenannten Bundesagentur für Arbeit und deren wassertragender Journaille. Alles ist “anhaltend positiv”, alles “bleibt deutlich aufwärtsgerichtet”, alles “legte erneut zu” – bis auf die Dinge, die “saisonbereinigt(!) weiter gesunken” sind. Auf die offiziellen Zahlen der Leistungsbezieher, veröffentlicht im BA-Bericht (Tabellen ab S. 46), möchten die “Qualitätsjournalisten” aber auch weiterhin offensichtlich nicht eingehen. Verständlich.

1.015.567 Menschen erhielten im Februar Arbeitslo­sen­geld I (Januar 2014: 1.042.882), 4.371.216 mußten mit Hartz IV (ALG II) überleben (Januar 2014: 4.376.581). Zusammen sind das 5.386.783 ALG-Bezieher im Februar 2014. Weitere 1.708.065 Menschen erhielten Sozi­al­geld (Januar 2014: 1.710.412).
Das sind zusammen 7.094.848 Leistungsempfänger (Januar  2014: 7.129.875).

Doch selbst diese Zahl zeigt noch nicht das wahre Ausmaß, denn hinzu kommen noch die Bezieher von Wohn­geld, von Kinderzuschlag oder von Sozi­al­hilfe nach SGB XII, die ohne diese Leistungen in Hartz IV fallen könnten. Ganz abgesehen davon, daß im BA-Bericht ständig von Untererfassung, Schätzungen und Hochrechnungen gefußnotet wird.

Hinzu kommen laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weitere 3,1 bis 4,9 Millionen Leistungsberechtigte, die aber keine Grundsicherung beantragen. Bis zu fünf Millionen Menschen verzichten also auf das ihnen zustehende Hartz IV – entweder aus Scham oder weil sie sich das entwürdigende Prozedere in den sogenannten Jobcentern nicht antun wollen. (Anmerk. Redaktion: = verdeckte Armut)

Weitere 3.887.862 Menschen waren laut BA-Bericht im Februar 2014 “unterbeschäftigt” (ohne Kurzarbeit) (Januar 2014: 3.861.876).

Den Millionen von Arbeitslosen standen laut BA im Februar mal gerade 518.890 offene Arbeitsstellen gegenüber, über deren Qualität sich in vielen Fällen sicherlich trefflich streiten läßt.

Klaus Wallmann sen.

Sozialstatistik – Die Ernüchterung

Wer die Zeit hat und sich sich an einer staatstreuen Propaganda ergötzen möchte, sollte dem Link zur BA-Statistik innerhalb des zitierten Artikels folgen und diese aufmerksam lesen.

Nun aber zu den harten Fakten. Wenn man diese zusammengefassten Zahlen zur Sozialstatistik so liest, wird einem das wahre Ausmaß der Volksverdummung klar, die vorallendingen die Bundesregierung betreibt. Hierzu zählt auch vorrangig die Zahl unterbeschäftigten Personen. Schon alleine wenn man sich die offizielle Definition der BA zur Unterbeschäftigung durchliest, wird offensichtlich, dass es sich bei den „Unterbeschäftigten“ um „getarnte“ Erwerbslose handelt, die regulär auch der Zahl der offiziell Erwerbslosen in der Sozialstatistik hinzugerechnet werden müssen.

Wer ist jetzt nicht sprachlos?

Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
Martin Luther 

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One Response to Sozialstatistik mal anders – Reale Zahlen

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