{"id":9691,"date":"2015-03-13T18:52:06","date_gmt":"2015-03-13T17:52:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bg45.de\/?p=9691"},"modified":"2025-06-25T11:19:22","modified_gmt":"2025-06-25T09:19:22","slug":"kinder-in-armut-erschreckende-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/9691\/kinder-in-armut-erschreckende-zahlen\/","title":{"rendered":"Kinder in Armut &#8211; Erschreckende Zahlen"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><figure><a href=\"http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-9696\" src=\"http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder-300x200.jpg\" alt=\"Kinder\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder-225x150.jpg 225w, http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder-150x100.jpg 150w, http:\/\/www.bg45.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Kinder.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/figure>Kinder in Armut u.a. in M\u00fclheim a.d. Ruhr und die Auswirkungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Arme und unterentwickelte Kinder sind mittlerweile ein bundesweites Desaster und Armutszeugnis par excellence f\u00fcr die Politik. Dazu hat die Bertelsmannstiftung heute in Zusammenarbeit mit der Stadt M\u00fclheim und der Uni Bochum eine Studie zu Thema Kinderarmut ver\u00f6ffentlicht. Diese Studie enth\u00e4lt Zahlen, die eigentlich als ein verzweifelter Weck- und Hilferuf an die gesamte deutschen Politik zu verstehen sind. Aber wie so oft, wird auch dieser garantiert ungeh\u00f6rt verhallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl z.B. M\u00fclheim eine der wohlhabendsten St\u00e4dte im Revier ist, sind dort 28% aller unter sechsj\u00e4hrigen Kinder dieser Studie nach arm und unterentwickelt. Ein verst\u00f6rendes Bild, was sich dort abzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kinder in Armut &#8211; Die Studie<\/h4>\n\n\n\n<p>Zu dieser Studie zur Kinderarmut auch in M\u00fclheim hat die Bertelsmannstiftung eine Presseerkl\u00e4rung herausgegeben, die die Zahlen auf erschreckende Weise eindringlich darstellt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Armut ist Risiko f\u00fcr Entwicklung von Kindern<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland wachsen mehr als 17 Prozent der unter Dreij\u00e4hrigen in Familien auf, die von staatlicher Grundsicherung leben. Wie wirkt sich das auf die Entwicklung dieser Kinder aus? Eine Analyse von Schuleingangsuntersuchungen im Ruhrgebiet zeigt: Armutsgef\u00e4hrdete Kinder sind schon bei Schuleintritt benachteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fctersloh, 13. M\u00e4rz 2015. Ein Aufwachsen in Armut beeintr\u00e4chtigt die Entwicklung von Kindern. Schuleingangsuntersuchungen erkennen bei Kindern, deren Familien von staatlicher Grundsicherung leben, mehr als doppelt so h\u00e4ufig Defizite in der Entwicklung wie bei Kindern, die in gesicherten Einkommensverh\u00e4ltnissen aufwachsen. Das belegt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Die F\u00fcnf- und Sechsj\u00e4hrigen aus SGB-II-Familien sprechen schlechter Deutsch, k\u00f6nnen schlechter z\u00e4hlen, leiden \u00f6fter unter Konzentrationsm\u00e4ngeln, sind h\u00e4ufiger \u00fcbergewichtig und verf\u00fcgen \u00fcber geringere Koordinationsf\u00e4higkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zentrum f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Regionalforschung (ZEFIR) an der Universit\u00e4t Bochum und die Stadt M\u00fclheim an der Ruhr haben im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die Daten von knapp 5.000 Schuleingangsuntersuchungen aus den Jahren 2010 bis 2013 ausgewertet. W\u00e4hrend 43,2 Prozent der armutsgef\u00e4hrdeten Kinder mangelhaft Deutsch sprechen, wurde dies nur 14,3 Prozent der nicht-armutsgef\u00e4hrdeten Kinder attestiert. Probleme in der K\u00f6rperkoordination haben 24,5 Prozent der Kinder aus SGB-II-Familien (\u00dcbrige: 14,6). \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Visuomotorik, der Koordination von Auge und Hand (25 zu 11 Prozent). 29,1 Prozent der armutsgef\u00e4hrdeten Kinder haben Defizite in ihrer selektiven Wahrnehmung (\u00dcbrige: 17,5), Probleme beim Z\u00e4hlen haben 28 Prozent (\u00dcbrige: 12,4). Adip\u00f6s, also deutlich \u00fcbergewichtig, sind 8,8 Prozent der Kinder, die von staatlicher Grundsicherung leben (\u00dcbrige: 3,7).<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher Kita-Besuch hilft nicht automatisch<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Auff\u00e4lligkeiten gehen einher mit einer geringeren Teilhabe der armutsgef\u00e4hrdeten Kinder an sozialen und kulturellen Angeboten. So erlernen lediglich 12 Prozent dieser Kinder ein Instrument (\u00dcbrige: 29). Vor Vollendung des dritten Lebensjahres gehen 31 Prozent der armutsgef\u00e4hrdeten Kinder in eine Kita (\u00dcbrige: 47,6). Und nur 46 Prozent der armutsgef\u00e4hrdeten Kinder sind vor Schuleintritt in einem Sportverein (\u00dcbrige: 77). Gerade die Mitgliedschaft in einem Sportverein wirkt sich aber nicht nur auf die Entwicklung der K\u00f6rperkoordination positiv aus, sondern auf alle Entwicklungsmerkmale, so die Studie.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein fr\u00fcher Kita-Besuch kann negative Folgen von Kinderarmut verringern, allerdings ist das kein Automatismus. Positive Effekte f\u00fcr die Entwicklung der Kinder treten nur dann ein, wenn die Kita-Gruppen sozial gemischt sind. Weil aber Armut innerhalb einer Stadt h\u00f6chst unterschiedlich verteilt ist, k\u00f6nnen Kitas in sozialen Brennpunkten genau diese Heterogenit\u00e4t oftmals nicht gew\u00e4hrleisten. In M\u00fclheim etwa liegen in einigen Stadtvierteln die Armutsquoten \u00fcber 50 Prozent. Deshalb empfehlen die Studienautoren, die Ressourcen nicht nach dem &#8222;Gie\u00dfkannenprinzip&#8220; zu verteilen: &#8222;Kitas in sozialen Brennpunkten brauchen mehr Geld, mehr Personal und andere F\u00f6rderangebote&#8220;, sagte Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommunen m\u00fcssen aktiv steuern<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bertelsmann Stiftung hat deshalb gemeinsam mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in 18 St\u00e4dten und Kreisen das Pilotprojekt &#8222;Kein Kind zur\u00fccklassen&#8220; gestartet. Gemeinsam mit Kommunalpolitik und Verwaltung sollen Pr\u00e4ventionsketten entwickelt werden, um die Entwicklung armutsgef\u00e4hrdeter Kinder fr\u00fchzeitig zu f\u00f6rdern. Dazu geh\u00f6rt, SGB-II-Familien gezielt anzusprechen und zu motivieren, ihrem Kind einen Kita-Besuch zu erm\u00f6glichen. Au\u00dferdem sollen etwa Brennpunkt-Kitas st\u00e4rker mit sozialen Diensten sowie Sport- und Kulturvereinen im jeweiligen Stadtteil zusammenarbeiten. Ein wichtiges Ziel ist, kommunale Gelder neu zu verteilen und sich dabei st\u00e4rker an den Bedarfen der Kitas und Stadtviertel zu orientieren.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gerade St\u00e4dten wie M\u00fclheim, die unter knappen Kassen und hoher Arbeitslosigkeit leiden, macht die Studie Mut, weil eine gute kommunale Sozialpolitik die Folgen von Kinderarmut sp\u00fcrbar reduzieren kann&#8220;, sagte Brigitte Mohn. Eine bedarfsgerechte und wirkungsorientierte Steuerung ist umso wichtiger, weil Kinderarmut kein Randph\u00e4nomen ist. In Nordrhein-Westfalen leben 20,7 Prozent der unter Dreij\u00e4hrigen in Familien, die auf Sozialgeld angewiesen sind, im Ruhrgebiet sogar 28,3 Prozent. Mehr als die H\u00e4lfte (53 Prozent) der SGB&nbsp;II beziehenden Sechsj\u00e4hrigen sind schon seit mindestens vier Jahren in der staatlichen Grundsicherung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusatzinformationen<\/p>\n\n\n\n<p>Thomas Groos und Nora Jehles vom Zentrum f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Regionalforschung (ZEFIR) an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum haben gemeinsam mit der Stadt M\u00fclheim an der Ruhr Daten aus knapp 5.000 Schuleingangsuntersuchungen von vier Jahrg\u00e4ngen (2010-2013) ausgewertet und Korrelationen zum SGB-II-Leistungsbezug analysiert. Die Studie ist Teil der Begleitforschung zum Projekt &#8222;Kein Kind zur\u00fccklassen! Kommunen in NRW beugen vor&#8220; (KeKiz), einem Modellvorhaben der NRW-Landesregierung und der Bertelsmann Stiftung.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Was aber wie immer auch bei dieser Studie unter den Tisch f\u00e4llt, ist die Frage nach der urs\u00e4chlichen Verantwortung der hinter dem sog. Gesetzgeber stehenden etablierten Parteien und Politiker. Denn sie haben diese Zahlen erst durch die schrittweise Abschaffung des Sozialstaates und der jahrzehntelangen, verfehlten Familien- und Wirtschaftspolitik erst erm\u00f6glicht. Anstatt durch die Umsetzung von guten und neuen Ideen zu gl\u00e4nzen, lamentieren sie in den zu Debattierclubs verkommenen Parlamenten um den hei\u00dfen Brei herum. Aber vermutlich ist ja eine hohe Zahl an ungebildeten Arbeitssklaven zum Erhalt unserer mittlerweile gnadenlos turbokapitalistischen Wirtschaftsordnung erw\u00fcnscht. Dazu kommt die zu erwartende k\u00fcrzere Lebensspanne dieser Kinder. Wieder eine zus\u00e4tzliche Entlastung, n\u00e4mlich die der Gesundheitssysteme. Sorry f\u00fcr die makaberen und zynischen Worte, aber anders kann es nicht mehr auf den Punkt gebracht werden!<\/p>\n\n\n\n<p>Polemik ist aber die Tatsache, dass ausgerechtnet die Bertelsmannstiftung als eine der Hauptagitatorin bei der Initiierung des SGB&nbsp;II nun urpl\u00f6tzlich ihr &#8222;soziales Gewissen&#8220; zu entdecken scheint.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kinder in Armut in M\u00fclheim &#8211; Die &#8222;Gegendarstellung&#8220;<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie gemeinhin bekannt und zu erwarten war, stellt die WAZ naturgem\u00e4\u00df diese Studie in &#8222;Zusammenarbeit&#8220; mit der Stadt M\u00fclheim als so eine Art \u00f6ffentliche Gegendarstellung in ein anderes Licht. Deswegen k\u00f6nnen wir es uns nicht verkneifen, den Artikel der WAZ zu zitieren. Der geneigte Leser mag selber entscheiden, wer hier die seri\u00f6se Publikation verfasst hat:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wie die Stadt M\u00fclheim der Kinderarmut begegnet<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Studie zu den Folgen von Kinderarmut r\u00fcckt M\u00fclheim in den Blickpunkt. Gegenma\u00dfnahmen greifen vom Babyalter bis zum Berufseinstieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast 28 Prozent aller unter Sechsj\u00e4hrigen in M\u00fclheim leben in Familien, die Sozialleistungen beziehen, gelten also als \u201earm\u201c. In Teilen der Stadtmitte oder von Styrum sind es sogar mehr als 50 Prozent. Wie sich dies auf die Entwicklung der Kinder auswirkt, beleuchtet eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung, die in Zusammenarbeit des Bochumer Zentrums f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Regionalforschung (Zefir) und der Stadt M\u00fclheim entstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Sozialdezernent Ulrich Ernst betont: M\u00fclheim wurde nicht deshalb als Untersuchungsgebiet ausgew\u00e4hlt, \u201eweil es hier besonders schlimm ist, sondern weil wir bereits 2006 mit dem ersten Familienbericht begonnen haben, uns intensiv mit diesem Thema zu besch\u00e4ftigen\u201c. Hinzu kommt eine bew\u00e4hrte Kooperation mit dem Zefir-Institut. Diesmal wurden 4802 Schuleingangsuntersuchungen zwischen 2010 und 2013 ausgewertet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Ergebnis\u201c, so Ernst, \u201ebest\u00e4tigt vieles, was wir schon wissen\u201c, die messbare Benachteiligung armutsgef\u00e4hrdeter Kinder, auch in ihrer k\u00f6rperlichen Entwicklung. Die Studie zeige dar\u00fcber hinaus, welche Ma\u00dfnahmen n\u00fctzen, namentlich: Dauer des Kita-Besuchs, Einrichtung von Familienzentren, Einbindung in Sportvereine.<\/p>\n\n\n\n<p>Extrem unausgewogen, das wei\u00df Ernst, ist die soziale Mischung in den Kitas, wenn man verschiedene M\u00fclheimer Stadtteile vergleicht, \u201eaber wir haben Wahlfreiheit der Eltern, und das ist auch gut\u201c. Ziel m\u00fcsse daher sein, die p\u00e4dagogische Qualit\u00e4t der Einrichtungen im Sinne gr\u00f6\u00dferer Chancengleichheit zu verbessern: \u201eDaran arbeiten wir mit <a title=\"Startseite &quot;Early Excellence&quot; M\u00fclheim\" href=\"http:\/\/early-excellence.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Early Excellence<\/a>.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ingolf Ferner, Leiter des Bereichs Elementarbildung im Jugendamt, nennt weitere Ma\u00dfnahmen, mit denen man in M\u00fclheim fl\u00e4chendeckend f\u00f6rdern m\u00f6chte, etwa das Gesundheitsprojekt \u201ePrima Leben\u201c, in dem gesunde Ern\u00e4hrung, Bewegung und Entspannung ge\u00fcbt werden. \u201eWichtig ist auch, die Kinder in den Vereinssport zu bekommen\u201c, betont Ferner. Dass sich dies auf die gesamte Entwicklung positiv auswirkt, hebt die Bertelsmann-Studie ausdr\u00fccklich hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Folgerung der Forscher: Kitas in sozialen Brennpunkten brauchen mehr Geld und Mitarbeiter. \u201eWir haben keine Mittel f\u00fcr zus\u00e4tzliches Personal\u201c, erkl\u00e4rt Sozialdezernent Ulrich Ernst, aber schon allein die Blickrichtung der Kitas sei wichtig, hin zu st\u00e4rkerer Vernetzung: \u201eDie Familienzen\u00adtren sollen St\u00fctzpunkte f\u00fcr Eltern und Kinder sein, auch schon im fr\u00fchkindlichen Bereich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel f\u00fcr M\u00fclheim sei nun, eine wirksame Reihe aufzubauen, von den Familienhebammen bis zum U25-Haus, vom Babyalter bis zum Berufseinstieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Fehlende Kita-Pl\u00e4tze sind ein Problem<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn in der Bertelsmann-Studie von \u201eBrennpunkt-Kitas\u201c die Rede ist, d\u00fcrfte diese dazu geh\u00f6ren: das ev. Familienzentrum \u201eDie kleinen Strolche\u201c in Styrum. Alexandra Beelen, neue Leiterin der Einrichtung, sagt: \u201eBei uns lebt ein Gro\u00dfteil der Familien an der Armutsgrenze.\u201c Sie hat aber auch eine Ahnung, wie man den Kleinen den Schulstart erleichtern k\u00f6nnte, liegt dabei mit den Forschern auf einer Linie: \u201eJe mehr Zeit die Kinder bei uns verbringen, desto bessere F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und Chancen bekommen sie.\u201c Viele Eltern h\u00e4tten den Wunsch, ihren Nachwuchs fr\u00fchstm\u00f6glich in die Kita zu geben, auch nicht berufst\u00e4tige, \u201edie merken, dass sie bildungsm\u00e4\u00dfig \u00fcberfordert sind\u201c. Nur st\u00fcnden nicht gen\u00fcgend U3-Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung, so Beelen, \u201edas ist ein Problem\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes: der soziale Mix. Beate Staudinger, Leiterin der Kita \u201eFidelb\u00e4r\u201c am Hans-B\u00f6ckler-Platz, berichtet immerhin, die Mischung habe sich in letzter Zeit schon ver\u00e4ndert, da durch die Aufnahmekriterien oft berufst\u00e4tige Eltern einen Platz bekommen. Erfreulicher Effekt: \u201eKinder, die von Hause aus gut Deutsch k\u00f6nnen, dienen anderen als Vorbild. Das macht Schule.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn Freundschaften zwischen Familien entstehen, w\u00fcrden Kinder auch mal mitgenommen zu Aktivit\u00e4ten, die ihre eigenen Eltern nicht erm\u00f6glichen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Alleinerziehende leben in Armut<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie ergab nebenbei auch: 18,3&nbsp;Prozent aller untersuchten M\u00fclheimer Vorschulkinder, also nicht nur der \u201earmen\u201c, hat einen eigenen Fernseher im Zimmer. 28,9&nbsp;Prozent konsumieren t\u00e4glich mehr als eine Stunde Medien.<\/p>\n\n\n\n<p>16&nbsp;Prozent aller Vorschulkinder wachsen nur bei der Mutter auf, bei Kindern, die von SGB&nbsp;II leben, sind es 60,4&nbsp;Prozent. Deutlich wird das Armutsrisiko alleinerziehender Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Annette Lehmann<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kinder in Armut &#8211; Auch in Essen<\/h4>\n\n\n\n<p>Hier in Essen sind die Zahlen sogar noch dramatischer als in M\u00fclheim. Denn in Essen ist jedes dritte Kind von Armut betroffen. In einzelnen Stadtteilen betrifft das sogar 2\/3 aller Kinder. Einfach unglaublich.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong><span style=\"color: #ff00ff;\">Armer Leute Sache gilt nichts.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Deutsches Sprichwort<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder in Armut u.a. in M\u00fclheim a.d. Ruhr und die Auswirkungen Arme und unterentwickelte Kinder sind mittlerweile ein bundesweites Desaster und Armutszeugnis par excellence f\u00fcr die Politik. Dazu hat die Bertelsmannstiftung heute in Zusammenarbeit mit der Stadt M\u00fclheim und der Uni Bochum eine Studie zu Thema Kinderarmut ver\u00f6ffentlicht. Diese Studie&#8230; <a class=\"continue-reading-link\" href=\"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/9691\/kinder-in-armut-erschreckende-zahlen\/\"> Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr; <\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[175],"tags":[161,42,118,54,166,20,69,25,170,163,66,63,85,83],"class_list":["post-9691","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","tag-armut","tag-bundesagentur-fur-arbeit","tag-diskriminierung","tag-erwerbslose","tag-frauen","tag-hartz-iv","tag-hartz4-berechtigten","tag-jobcenter","tag-leistungsberechtigte","tag-niedriglohn","tag-nrw","tag-optionskommune","tag-sgb-ii","tag-soziales"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9691"}],"version-history":[{"count":17,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9691\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11872,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9691\/revisions\/11872"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}