{"id":129,"date":"2008-11-06T14:04:12","date_gmt":"2008-11-06T12:04:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bg45.de\/wordpress\/?page_id=129"},"modified":"2013-06-04T12:37:45","modified_gmt":"2013-06-04T10:37:45","slug":"schoenheitsreparaturen-mietvertraglich-ausgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/129\/schoenheitsreparaturen-mietvertraglich-ausgewiesen\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6nheitsreparaturen mietvertraglich ausgewiesen"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESSOZIALGERICHT Urteil vom 19.3.2008, B 11b AS 31\/06 R<\/p>\n<p class=\"leitsatz\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Mietvertraglich vereinbarte monatliche Zuschl\u00e4ge f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen fallen unter die nach \u00a7 22 Abs 1 Satz 1 SGB 2 zu \u00fcbernehmenden Kosten der Unterkunft; insoweit ist kein in der Regelleistung enthaltener Anteil f\u00fcr &#8222;Instandhaltung und Reparatur&#8220; in Abzug zu bringen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tatbestand\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger begehren h\u00f6here Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Sozialgesetzbuch &#8211; Zweites Buch &#8211; (SGB II) f\u00fcr die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger &#8211; Eltern und drei Kinder (geboren 1999, 2000 und 2004) &#8211; lebten im streitigen Zeitraum zusammen in einer Mietwohnung (3-Zimmer-Wohnung, 63,87 qm) in H Nach dem Mietvertrag waren an den Vermieter, einem Wohnungsunternehmen, monatlich 449,68 EUR zu zahlen. Der Betrag setzte sich zusammen aus der Einzelmiete von 274 EUR, einem &#8222;Anteil Instandhaltungskosten f\u00fcr vom Vermieter \u00fcbernommene Sch\u00f6nheitsreparaturen&#8220; in H\u00f6he von 39,16 EUR sowie aus Vorauszahlungen f\u00fcr Betriebskosten von 55,22 EUR, f\u00fcr Heizkosten von 30,17 EUR und f\u00fcr Wasserversorgung\/Entw\u00e4sserung von 51,13 EUR. Zu dem Betrag von 39,16 EUR regelte \u00a7 3 des Mietvertrages erg\u00e4nzend, dass der Anteil Instandhaltungskosten f\u00fcr vom Vermieter \u00fcbernommene Sch\u00f6nheitsreparaturen Bestandteil der Einzelmiete sei und aus kalkulatorischen Gr\u00fcnden besonders ausgewiesen werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Agentur f\u00fcr Arbeit H bewilligte den Kl\u00e4gern mit Bescheid vom 8. Dezember 2004 Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts f\u00fcr die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 2005 in H\u00f6he von monatlich insgesamt 1.206,45 EUR. Der Betrag errechnet sich aus den Regelleistungen von jeweils 311,00 EUR f\u00fcr die Eltern bzw 207,00 EUR f\u00fcr die drei Kinder, insgesamt 1.243,00 EUR, zuz\u00fcglich Leistungen f\u00fcr Unterkunft und Heizung von 425,45 EUR, abz\u00fcglich 462,00 EUR Kindergeld (3 x 154,00 EUR). Der anerkannte Betrag f\u00fcr Mietaufwendungen in H\u00f6he von 425,45 EUR gegen\u00fcber tats\u00e4chlich anfallenden 449,68 EUR ergab sich aus Abz\u00fcgen von 4,53 EUR f\u00fcr Warmwasserbereitung und von 19,70 EUR als Eigenanteil f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen (2 x 4,93 EUR &lt;= 90 % von 5,48 EUR&gt; und 3 x 3,28 EUR &lt;= 60 % von 5,48 EUR&gt;). Der Widerspruch, mit dem die Kl\u00e4ger geltend machten, es seien die vollen Aufwendungen f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen zu \u00fcbernehmen, blieb erfolglos (Widerspruchsbescheid der Beklagten vom 26. Januar 2006).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Sozialgericht (SG) hat die Beklagte unter Ab\u00e4nderung des Bescheides vom 8. Dezember 2004 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 26. Januar 2006 verurteilt, den Kl\u00e4gern Leistungen unter Ber\u00fccksichtigung von Kosten der Unterkunft in H\u00f6he von 445,15 EUR zu gew\u00e4hren; es hat die Berufung zugelassen (Urteil vom 7. Juni 2006). Zur Begr\u00fcndung hat das SG ua ausgef\u00fchrt: Die Leistungen f\u00fcr Unterkunft und Heizung in H\u00f6he der tats\u00e4chlichen Aufwendungen seien gem\u00e4\u00df \u00a7 22 Abs 1 SGB II zus\u00e4tzlich zu den Regelleistungen zu gew\u00e4hren und durch diese nicht abgegolten. \u00a7 22 SGB II erfasse die laufenden und einmaligen Aufwendungen f\u00fcr eine Unterkunft, in der Regel also die Miete nebst Betriebskosten, die jeweiligen Abrechnungsbetr\u00e4ge und die Aufwendungen f\u00fcr periodische Sch\u00f6nheitsreparaturen. Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen habe zum Zw\u00f6lften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) in einem Beschluss vom 21. November 2005 (L 8 SO 118\/05 ER) dargelegt, dass sich Sch\u00f6nheitsreparaturen nicht unter die Begriffe Reparatur oder Instandhaltung fassen lie\u00dfen. Instandhaltungen umfassten das Beheben kleiner Sch\u00e4den an den Installationsgegenst\u00e4nden f\u00fcr Elektrizit\u00e4t, Wasser und Gas, den Heiz- und Kocheinrichtungen, den Fenster- und T\u00fcrverschl\u00fcssen sowie den Verschlussvorrichtungen von Fensterl\u00e4den. Letztlich seien die Kosten der Sch\u00f6nheitsreparaturen als Kosten der Unterkunft zu betrachten und in vollem Umfang zu \u00fcbernehmen. Das LSG Niedersachsen-Bremen habe die zum SGB XII ergangene Rechtsprechung auch f\u00fcr das SGB II \u00fcbernommen; dieser Rechtsauffassung schlie\u00dfe sich die Kammer an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auf Antrag der Beklagten, dem eine vom Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4ger unterzeichnete Zustimmungserkl\u00e4rung beigef\u00fcgt war, hat das SG mit Beschluss des Vorsitzenden vom 21. Juli 2006 die Sprungrevision zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt die Beklagte eine Verletzung des \u00a7 22 Abs 1 SGB II. Der mit dem Mietvertrag erhobene Sch\u00f6nheitsreparaturen-Zuschlag von monatlich 39,16 EUR k\u00f6nne im Rahmen der Kosten der Unterkunft nur insoweit Ber\u00fccksichtigung finden, als dieser Bedarf nicht bereits pauschal durch die Regelleistung abgegolten sei. In H\u00f6he von 19,70 EUR monatlich sei kein (weiterer) Bedarf anzuerkennen, da entsprechende Regelleistungsanteile zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Der auf \u00a7 28 der Zweiten Berechnungsverordnung (II. BV) abstellenden Auffassung des LSG Niedersachsen-Bremen, der sich das SG angeschlossen habe, sei nicht zu folgen. Diese Auffassung vernachl\u00e4ssige die Entstehung der Regelungen des SGB II bzw des SGB XII aus dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG). Bis Ende 2004 sei die Gew\u00e4hrung von Beihilfen zu Renovierungen und\/oder Sch\u00f6nheitsreparaturen ausschlie\u00dflich im Rahmen des \u00a7 21 Abs 1a Nr 5 BSHG erfolgt; insoweit sei bei historischer Betrachtung des Begriffs Instandhaltung und Reparatur der Wohnung innerhalb der Begr\u00fcndung der Regelsatzverordnung (RSV) davon auszugehen, dass dieser Begriff auch die Aufwendungen f\u00fcr so genannte Sch\u00f6nheitsreparaturen umfasse. \u00a7 21 Abs 1a Nr 5 BSHG sei aber durch die Reform des Sozialhilferechts zum 1. Januar 2005 \u00fcberholt. S\u00e4mtliche Bedarfe des ehemaligen \u00a7 21 Abs 1a BSHG seien, soweit nicht \u00a7 23 Abs 3 Satz 1 SGB II eingreife, pauschal mit der Regelleistung abgegolten. Nach der Begr\u00fcndung zur RSV zu Abteilung 04 seien lediglich Beihilfen f\u00fcr Brennstoffe f\u00fcr Einzelheizungen (\u00a7 21 Abs 1a Nr 2 BSHG) nicht mit eingeflossen, wohl aber Leistungen nach \u00a7 21 Abs 1a Nr 5 BSHG. Insoweit sei die vollst\u00e4ndige Ber\u00fccksichtigung eines mit dem Mietvertrag erhobenen Sch\u00f6nheitsreparaturenzuschlags im Rahmen der Kosten der Unterkunft nicht mehr gerechtfertigt. Es gebe keinen sachlichen Grund, mit den Regelleistungsanteilen f\u00fcr Instandhaltung und somit auch Sch\u00f6nheitsreparaturen grunds\u00e4tzlich anders umzugehen als mit den Aufwendungen f\u00fcr die Erw\u00e4rmung von Wasser, wenn diese \u00fcber die Heizung erfolge. Der streitige Zuschlag f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen sei deshalb um die Regelleistungsanteile zu bereinigen, und zwar seien die in der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 1998 ausgewiesenen Betr\u00e4ge von 7,00 DM und 3,00 DM, insgesamt 10,00 DM, um den Wert, um den sich die Regels\u00e4tze zum 1. Juli des jeweiligen Jahres erh\u00f6ht h\u00e4tten, f\u00fcr das Jahr 2005 auf 5,48 EUR aufzuzinsen. F\u00fcr die f\u00fcnf Kl\u00e4ger seien entsprechend der H\u00f6he der Regelleistungen von 311,00 EUR bzw 207,00 EUR von den 5,48 EUR Anteile von 90 % bzw 60 % mindernd zu ber\u00fccksichtigen, also f\u00fcr die Eltern je 4,93 EUR und f\u00fcr die drei Kinder je 3,28 EUR, insgesamt 19,70 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Beklagte beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>das Urteil des SG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4ger beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sie halten das angefochtene Urteil f\u00fcr zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben im Revisionsverfahren durch Teilvergleich vereinbart, dass im streitigen Zeitraum bis 31. Mai 2005 bei der Berechnung der Heizkosten f\u00fcr Warmwasserbereitung keine h\u00f6heren Abz\u00fcge als monatlich 4,53 EUR vorgenommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p class=\"entschgruende\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Revision ist zul\u00e4ssig, jedoch unbegr\u00fcndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die formellen Voraussetzungen der Sprungrevision der Beklagten gem\u00e4\u00df \u00a7 161 Sozialgerichtsgesetz (SGG) sind erf\u00fcllt. Die Beklagte hat form- und fristgerecht dem SG wirksame Erkl\u00e4rungen der Kl\u00e4ger vorgelegt, wonach diese der Einlegung der Sprungrevision zustimmen (zur Pr\u00fcfungsbefugnis des Bundessozialgerichts &lt;BSG&gt; vgl BSG SozR 3-1500 \u00a7 161 Nr 13). Zwar hat das SG den die Revision zulassenden Beschluss vom 21. Juli 2006 fehlerhaft ohne die Beteiligung der ehrenamtlichen Richter erlassen; der Senat ist gleichwohl an die Zulassung gebunden (vgl BSGE 41, 102, 103 f; Urteil des BSG vom 11. Dezember 2007, B 8\/9b SO 13\/06 R, RdNr 9; Meyer-Ladewig ua, SGG, 8. Aufl, \u00a7 161 RdNr 7 mwN).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Revision der Beklagten ist unbegr\u00fcndet. Das SG hat die Beklagte zu Recht zur Gew\u00e4hrung h\u00f6herer Leistungen nach dem SGB II unter Ber\u00fccksichtigung von Kosten der Unterkunft und Heizung in H\u00f6he von 445,15 EUR (= tats\u00e4chlich anfallende Kosten in H\u00f6he von 449,68 EUR abz\u00fcglich Warmwasseraufbereitungspauschale von 4,53 EUR) verurteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Zu entscheiden ist nach den gestellten Antr\u00e4gen ausschlie\u00dflich \u00fcber die Anspr\u00fcche der Kl\u00e4ger auf h\u00f6here Leistungen f\u00fcr den Zeitraum 1. Januar 2005 bis 31. Mai 2005. Die von den Kl\u00e4gern geltend gemachten und vom SG zuerkannten Anspr\u00fcche auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II unter Ber\u00fccksichtigung von Kosten der Unterkunft und Heizung in H\u00f6he von insgesamt 445,15 EUR (statt bewilligter 425,45 EUR) sind unter jedem rechtlichen Gesichtspunkt dem Grunde und der H\u00f6he nach zu \u00fcberpr\u00fcfen (vgl ua Urteil des Senats vom 23. November 2006, &#8211; B 11b AS 9\/06 R, SozR 4-4300 \u00a7 428 Nr 3, auch zur Ver\u00f6ffentlichung in BSGE vorgesehen, RdNr 15 ff).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Nach den unangegriffenen Feststellungen des SG (\u00a7 163 SGG) stehen den Kl\u00e4gern zun\u00e4chst die auch von der Beklagten zuerkannten Regelleistungen gem\u00e4\u00df \u00a7 20 Abs 2 und 3 SGB II bzw \u00a7 28 Abs 1 Satz 3 Nr 1 SGB II in einer Gesamth\u00f6he von 1.243 EUR zu (je 311 EUR f\u00fcr die Eltern, je 207 EUR f\u00fcr die drei Kinder im Alter von unter 14 Jahren). Die Kl\u00e4ger haben weiter im Rahmen der Leistungen f\u00fcr Unterkunft und Heizung gem\u00e4\u00df \u00a7 22 Abs 1 SGB II Anspruch auf die vom SG festgestellten und ebenfalls von der Beklagten anerkannten monatlichen Betr\u00e4ge von insgesamt 55,22 EUR f\u00fcr Betriebskosten, von 51,13 EUR f\u00fcr Wasser\/Entw\u00e4sserung und f\u00fcr Heizung in H\u00f6he von 25,64 EUR (30,17 EUR gem\u00e4\u00df Mietvertrag unter Abzug von 4,53 EUR f\u00fcr Warmwasserbereitung). Soweit nach neuerer Rechtsprechung des BSG (Urteile des 14. Senats vom 27. Februar 2008, B 14\/7b AS 64\/06 R und B 14\/11b AS 15\/07 R) h\u00f6here Abz\u00fcge f\u00fcr Warmwasserbereitung gerechtfertigt sein k\u00f6nnten, ist der von den Beteiligten geschlossene Teilvergleich zu beachten, wonach es im streitgegenst\u00e4ndlichen Zeitraum bei dem monatlichen Abzug von 4,53 EUR verbleibt. Unter Einbeziehung des Betrags von 39,16 EUR f\u00fcr Instandhaltung bzw Sch\u00f6nheitsreparaturen (dazu im Folgenden unter c) stehen den Kl\u00e4gern somit f\u00fcr Unterkunft und Heizung monatlich insgesamt 445,15 EUR zu (274,00 EUR Miete, 39,16 EUR Sch\u00f6nheitsreparaturen, 55,22 EUR Betriebskosten, 51,13 EUR Wasserversorgung\/Entw\u00e4sserung, 25,64 EUR Heizkosten).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Das SG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Kl\u00e4ger Leistungen in H\u00f6he der vollen Aufwendungen f\u00fcr den Zuschlag f\u00fcr Instandhaltung bzw Sch\u00f6nheitsreparaturen von monatlich 39,16 EUR beanspruchen k\u00f6nnen. Von dieser Position sind entgegen der Auffassung der Beklagten keine Abz\u00fcge f\u00fcr angeblich in den Regelleistungen enthaltene Anteile vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach dem Mietvertrag waren von den Kl\u00e4gern an den Vermieter monatlich 39,16 EUR als &#8222;Anteil Instandhaltungskosten f\u00fcr vom Vermieter \u00fcbernommene Sch\u00f6nheitsreparaturen&#8220; zu zahlen. Der genannte Betrag war Bestandteil der Einzelmiete. Die Aufwendungen f\u00fcr die Miete einschlie\u00dflich des Zuschlags f\u00fcr Instandhaltungskosten bzw Sch\u00f6nheitsreparaturen geh\u00f6ren zu den Aufwendungen f\u00fcr Unterkunft und Heizung iS des \u00a7 22 Abs 1 Satz 1 SGB II. Hiervon geht auch die Beklagte aus. Hinsichtlich der Angemessenheit der Wohnung besteht kein Streit (grundlegend zur Bestimmung der Angemessenheit der Wohnkosten BSGE 97, 254 = SozR 4-4200 \u00a7 22 Nr 3). Die Beklagte hat insofern die Miete und die sonstigen Kosten f\u00fcr Unterkunft und Heizung (abz\u00fcglich der Warmwasseraufbereitungspauschale) insgesamt als angemessen iS des \u00a7 22 Abs 1 Satz 1 SGB II betrachtet und auch die Wirksamkeit des vertraglich vereinbarten Zuschlags f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen nicht in Zweifel gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Von dem somit zu den angemessenen Unterkunftskosten z\u00e4hlenden Betrag von 39,16 EUR k\u00f6nnen keine Abz\u00fcge f\u00fcr bereits in der Regelleistung enthaltene Anteile vorgenommen werden. Zwar besteht grunds\u00e4tzlich ein Anspruch auf \u00dcbernahme der Kosten der Unterkunft nur, soweit der Bedarf nicht dadurch anderweitig gedeckt ist, dass bestimmte Kosten bereits von der Regelleistung gem\u00e4\u00df \u00a7 20 SGB II umfasst sind (vgl zur Warmwasserbereitung Urteil des 14. Senats des BSG vom 27. Februar 2008, B 14\/11b AS 15\/07 R, RdNr 20). Richtig ist auch, dass sich die H\u00f6he der Regelleistung an der EVS 1998 mit Hochrechnung auf den Stand 2003 sowie an der RSV orientiert (vgl Urteil des Senats vom 23. November 2006, B 11b AS 1\/06 R, SozR 4-4200 \u00a7 20 Nr 3, RdNr 50). Weiter trifft es zu, dass sowohl der EVS (vgl Frommann NDV 2004, 246 ff) als auch der Begr\u00fcndung zur RSV (BR-Drucks 206\/04) entnommen werden kann, dass Anteile f\u00fcr &#8222;Reparatur und Instandhaltung der Wohnung&#8220; in die Bemessung der Regelleistung eingeflossen sind (vgl auch Spellbrink in Eicher\/Spellbrink, SGB II, 2. Aufl, \u00a7 20 RdNr 24; BSG Urteil vom 27. Februar 2008, B 14\/11b AS 15\/07 R, RdNr 26 &#8211; zur Ver\u00f6ffentlichung vorgesehen). Diese Anteile f\u00fcr &#8222;Reparatur und Instandhaltung der Wohnung&#8220; k\u00f6nnen aber entgegen der Auffassung der Beklagten nicht gleichgesetzt werden mit den im vorliegenden Fall in der Miete enthaltenen Aufwendungen f\u00fcr &#8222;Instandhaltungskosten f\u00fcr vom Vermieter \u00fcbernommene Sch\u00f6nheitsreparaturen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der zivilgerichtlichen Rechtsprechung insbesondere zu \u00a7 535 B\u00fcrgerliches Gesetzbuch (BGB) ist zwischen Instandhaltung und Sch\u00f6nheitsreparaturen sowie sonstigen Reparaturen zu differenzieren. Instandhaltung bedeutet Erhaltung des vertrags- und ordnungsgem\u00e4\u00dfen Zustandes der Mietsache, also Beseitigung der durch Abnutzung, Alter und Witterungseinwirkungen entstehenden baulichen und sonstigen M\u00e4ngel (BGH NJW-RR 2006, 84; NJW 2007, 1356; Palandt, BGB, 67. Aufl 2008, \u00a7 535 RdNr 38). Sch\u00f6nheitsreparaturen sind Ma\u00dfnahmen zur Beseitigung von M\u00e4ngeln, die durch vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch entstanden sind (BGH NJW-RR 1995, 123; NJW 2006, 2116), wie etwa Tapezieren oder Streichen von W\u00e4nden und Decken oder Heizk\u00f6rpern (vgl auch die Definition der Sch\u00f6nheitsreparaturen in \u00a7 28 Abs 4 Satz 3 der II. BV idF der Bekanntmachung vom 12. Oktober 1990, BGBl I 2178). Sonstige Reparaturen sind solche, die auf anderen Ursachen beruhen oder anderen Zwecken dienen (Palandt aaO RdNr 41). Da es gem\u00e4\u00df \u00a7 535 Abs 1 Satz 2 BGB dem Vermieter obliegt, die Mietsache w\u00e4hrend der Mietzeit in einem zum vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten, gehen Instandhaltungsma\u00dfnahmen und Sch\u00f6nheitsreparaturen grunds\u00e4tzlich zu Lasten des Vermieters, k\u00f6nnen aber auch unter bestimmten Umst\u00e4nden durch Vertrag dem Mieter auferlegt werden (vgl Palandt aaO RdNr 42 ff). Reparaturen, die zB nach nicht vertragsgem\u00e4\u00dfem Gebrauch notwendig werden (zB Besch\u00e4digungen, fehlerhafte Handhabung wie mangelnde L\u00fcftung), k\u00f6nnen auch unabh\u00e4ngig vom Vorliegen einer vertraglichen Vereinbarung zu Lasten des Mieters gehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bereits aus den unterschiedlichen Fallgestaltungen, in denen Instandhaltungen und Reparaturen notwendig werden k\u00f6nnen, folgt, dass die in den Regelsatz eingeflossene Position &#8222;Instandhaltung und Reparatur der Wohnung&#8220; keineswegs zwingend auch Sch\u00f6nheitsreparaturen umfassen muss. Nicht zu \u00fcberzeugen vermag deshalb die Ansicht der Beklagten, die bisherige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Ber\u00fccksichtigungsf\u00e4higkeit von Sch\u00f6nheitsreparaturen als Kosten der Unterkunft (BVerwGE 90, 160) sei durch das SGB II historisch \u00fcberholt und die fr\u00fcher von \u00a7 21 Abs 1a Nr 5 BSHG erfassten (einmaligen) Leistungen zur &#8222;Instandhaltung der Wohnung&#8220; seien, soweit nicht \u00a7 23 Abs 3 Satz 1 SGB II eingreife, nunmehr pauschal mit der Regelleistung abgegolten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass zu den Kosten f\u00fcr &#8222;Reparatur&#8220; bzw &#8222;Instandhaltung&#8220; speziell solche Aufwendungen z\u00e4hlen, die in einer Mietwohnung \u00fcblicherweise auch au\u00dferhalb von Sch\u00f6nheitsreparaturen anfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dass mit den in der EVS bzw der RSV genannten Aufwendungen nicht mietvertraglich geschuldete Sch\u00f6nheitsreparaturen &#8211; erst recht nicht in der vorliegenden Form monatlich zu zahlender Zuschl\u00e4ge &#8211; gemeint sein k\u00f6nnen, folgt auch insbesondere aus der H\u00f6he der angesetzten Betr\u00e4ge. Aus der f\u00fcr die Regelsatzbemessung ma\u00dfgebenden EVS ergeben sich bez\u00fcglich des Ausgabeverhaltens der Angeh\u00f6rigen von Haushalten mit niedrigem Einkommen monatliche Betr\u00e4ge von 7 DM betreffend &#8222;Erzeugnisse f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfige Instandhaltung und Reparatur der Wohnung &#8211; Mieter\/Untermieter&#8220; und von 3 DM f\u00fcr &#8222;Dienstleistungen f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfige Instandhaltung und Reparatur der Wohnung &#8211; Mieter\/Untermieter&#8220; (vgl Frommann NDV 2004, 246, 250). Diese Aufwendungen von insgesamt 10 DM monatlich, von der Beklagten hochgerechnet auf 5,48 EUR, sind im Regelsatz ber\u00fccksichtigt (vgl BR-Drucks 206\/04, S 7 f; wiedergegeben bei Wenzel in Fichtner\/Wenzel, Kommentar zur Grundsicherung, 3. Aufl, \u00a7 28 SGB XII RdNr 40). Von einem entsprechenden Wertansatz ist im \u00dcbrigen auch der 14. Senat des BSG in seinen Urteilen vom 27. Februar 2008 (ua B 14\/11b AS 15\/07 R, RdNr 26) ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit etwa 5 EUR monatlich lassen sich aber turnusm\u00e4\u00dfig anfallende Aufwendungen f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen zuz\u00fcglich anderer Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Instandhaltung der Wohnung oder f\u00fcr sonstige Reparaturen nicht bestreiten (vgl Berlit NDV 2006, 5, 15). Dies ergibt sich auch daraus, dass \u00a7 28 Abs 4 Satz 2 der II. BV (idF vom 13. September 2001, BGBl I 2376, 2397) den Vermieter berechtigt, allein f\u00fcr die Kosten von Sch\u00f6nheitsreparaturen Betr\u00e4ge von bis zu 8,50 EUR je Quadratmeter Wohnfl\u00e4che im Jahr in der Miete anzusetzen; insoweit w\u00fcrden sich f\u00fcr die streitgegenst\u00e4ndliche Wohnung von rund 65 qm pro Jahr etwa 550 EUR, monatlich also etwa 46 EUR, errechnen. Die Gr\u00f6\u00dfenordnung der von der EVS bzw der RSV erfassten Betr\u00e4ge spricht somit daf\u00fcr, dass mit &#8222;Instandhaltung und Reparatur der Wohnung&#8220; im Sinne der Einbeziehung in den Regelsatz keine Aufwendungen f\u00fcr mietvertraglich vereinbarte Sch\u00f6nheitsreparaturen &#8211; auch nicht in Form eines Eigenanteils &#8211; gemeint sind, sondern nur Aufwendungen des Mieters f\u00fcr kleinere Reparaturen, wie zB Beseitigung kleinerer Sch\u00e4den (vgl Berlit aaO; Wahrendorf SozSich 2006, 134, 135; Krau\u00df in Hauck\/Noftz, SGB II, \u00a7 20 RdNr 42; zu den bei preisgebundenen Wohnungen auf den Mieter \u00fcberw\u00e4lzbaren sog &#8222;kleinen Instandhaltungen&#8220; vgl auch \u00a7 28 Abs 3 der II. BV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Da der streitgegenst\u00e4ndliche Betrag von 39,16 EUR nach dem insoweit eindeutigen Wortlaut des Mietvertrages (zur Auslegungsbefugnis des Senats vgl BSG SozR 3-4100 \u00a7 141b Nr 21; SozR 4-4200 \u00a7 12 Nr 4, RdNr 27) ausschlie\u00dflich dazu bestimmt war, Betr\u00e4ge f\u00fcr vom Vermieter \u00fcbernommene bzw zu \u00fcbernehmende Sch\u00f6nheitsreparaturen abzudecken und hierf\u00fcr anfallende Aufwendungen &#8211; wie ausgef\u00fchrt &#8211; nicht in die Regelleistung eingeflossen sind, ist die Beklagte zu dem von ihr vorgenommenen Abzug von monatlich 19,70 EUR nicht berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 193 SGG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESSOZIALGERICHT Urteil vom 19.3.2008, B 11b AS 31\/06 R Leits\u00e4tze Mietvertraglich vereinbarte monatliche Zuschl\u00e4ge f\u00fcr Sch\u00f6nheitsreparaturen fallen unter die nach \u00a7 22 Abs 1 Satz 1 SGB 2 zu \u00fcbernehmenden Kosten der Unterkunft; insoweit ist kein in der Regelleistung enthaltener Anteil f\u00fcr &#8222;Instandhaltung und Reparatur&#8220; in Abzug zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[165],"class_list":["post-129","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wohnen","tag-bundessozialgericht"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=129"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4941,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129\/revisions\/4941"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bg45.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}